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Zu Gunsten des Umweltschutzes ziehen viele Unternehmen die Implementierung von Elektrofahrzeugen in ihren Fuhrpark in Erwägung. Diese Entscheidung wird dennoch meist auf Grund der hohen Anschaffungskosten aufgeschoben. Die Bundesregierung unterstützt Unternehme, die sich trotzdem e-Fahrzeuge anschaffen wollen, mit mehreren Initiativen. Zum Beispiel bietet der Gesetzgeber Arbeitnehmern, die die umweltfreundlichere Methode des Elektrofahrzeugs einsetzen, Vorteile in der Versteuerung. Dieser geldwerte Vorteil der Elektrofahrzeuge kann über die 1%-Methode oder über das Fahrtenbuch versteuert werden. Um die hohen Anschaffungskosten ausgleichen zu können, kommt es bei der Berechnung des geldwerten Vorteils und der dazugehörigen zu zahlenden Steuerlast zu einer Minderung.

Regelung für E-Autos ab 2019 bis 2022

Die Bundesregierung belohnt den Einsatz von umweltfreundlichen Firmenwagen seit 2019 mit einer Senkung der Steuern. Somit beträgt der geldwerte Vorteil 0,5% des Bruttolisten- oder Anschaffungspreises. Diese Steuersenkung wurde angehoben, da Elektrofahrzeuge bisher nur eine minimale Minderung gewährleistet bekamen. Bis zum 31.12.2018 wurde der Bruttolistenpreis des angeschafften Firmenwagens um 500 Euro pro Kilowattstunde (kWh) der Kapazität der Batterie gesenkt. In den folgenden Jahren erhöht sich diese Minderung bei angeschafften Fahrzeugen um jeweils 50 Euro pro kWh.

Außerdem ändert sich auf Grund der neuen Regelung die Bemessungsgrundlage. Dementsprechend wird der Dienstwagen, welche bisher gemäß der 1%-Methode versteuert worden ist, nur noch bis 0,5% des Listenpreises versteuert werden. Für die Versteuerung mit dem Fahrtenbuch gelten ähnliche Regelungen. Hier wird für die Berechnung der Abschreibung der halbierte Anschaffungspreis verwendet.

Voraussetzungen für die Minderung der Steuer

  • Der Anschaffungszeitraum (Miete, Kauf, Leasing) des Elektro- oder Hybridfahrzeugs befindet sich zwischen dem 01. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021.
  • Bei Hybriden darf es sich ausschließlich um extern aufladbare Hybridfahrzeuge handeln (keine Mild-Hybrid-Fahrzeuge)
  • Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) bei einem Hybridfahrzeug darf den Wert des Ausstoßes von 50 Gramm pro gefahrenen Kilometer nicht überschreiten. Bei einem reinen Elektrofahrzeug muss die Reichweite mindestens bei 40 Kilometer liegen.

Hinweis: Wenn Sie Ihr Fahrzeug von dem 01. Januar 2019 erworben (oder geleast/gemietet) haben, gelten die älteren Regelungen bezüglich der Versteuerung des Elektrofahrzeuges. Wie diese Berechnung aussieht und welche Informationen dazu ebenfalls wichtig sind, erfahren Sie hier: https://vimcar.de/boxenstopp/blog/firmenwagenversteuerung-elektroautos/#post-6287:~:text=Regelung%20f%C3%BCr%20E%2DAutos%20bis%2031.12.2018,-Regelung

Definition: Elektrofahrzeug

Fahrzeuge die ausschließlich durch Elektromotoren angetrieben werden, fallen unter die Bezeichnung Elektrofahrzeug. Elektromotoren bestehen aus emissionsfrei betriebenen Energieumwandlern oder aus elektrochemischen (oder mechanischen) Energiespeichern.

Definition: Plug-In-Hybride

Der Akkumulator von Plug-In-Hybriden kann extern über das Stromnetz oder über den integrierten Verbrennungsmotor geladen werden. Eine andere Bezeichnung dafür ist Steckdosenhybrid.

Versteuern nach der 1%-Methode

Durch die pauschale Abrechnung der Steuern durch die 1%-Methode, war der Gedanke des Umstiegs auf ein Elektrofahrzeug eher abschreckend für Dienstwagenbesitzer. Aufgrund des hohen Bruttolistenpreises dieser Fahrzeugtypen, fiel dementsprechend der geldwerte Vorteil groß aus. Nun halbiert sich der Bruttolistenpreis bei der Berechnung für Fahrzeuge, die zwischen 2019 und 2022 angeschafft werden. Das Selbe gilt für die Ermittlung des geldwerten Vorteils bei Arbeitswegen sowie Familienfahrten bei einer doppelten Haushaltsführung. Gleich bleibt dennoch, dass bei der pauschalen Methode der tatsächliche Anschaffungspreis bei der Berechnung keine Rolle spielt. Hier ist der Unterschied zur Fahrtenbuch-Methode zu finden. Dazu erfahren Sie später im Artikel mehr. 


Versteuern mit der Fahrtenbuch-Methode

Die bereits erwähnte neue Regelung bezieht sich ebenfalls auf die Fahrtenbuch Methode. Trotz der Halbierung des Bruttolistenpreises bei Elektro- und Hybridfahrzeugen, kann sich das Fahrtenbuch dennoch rentieren. Bei dieser Methode wird im Gegensatz zur pauschalen Methode nicht der Listenpreis des Fahrzeuges verwendet, sondern die tatsächlichen Kosten der Anschaffung berücksichtigt. Auf Grund dessen werden ebenfalls Kauf-, Leasing- oder Mietaufwendungen halbiert. Dementsprechend kommt es zu einer erheblichen Verringerung der Kosten für die Abschreibung des Fahrzeugs.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Regelungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge und aktuelle Informationen zur erneuten Halbierung des Prozentsatzes bei der pauschalen Versteuerung auf 0,25%, welche ab 2020 gültig ist, finden Sie hier in der kostenlosen Broschüre zum Download: https://vimcar.de/boxenstopp/blog/firmenwagenversteuerung-elektroautos/#post-6287:~:text=Alle%20Informationen%20zur%20Versteuerung%20von%20Elektrofahrzeugen,PDF%2DFormat%20kostenlos%20herunterladen%3A%20Brosch%C3%BCre%20zur%20Firmenwagenversteuerung.

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