Bewertung: 5 / 5

(2)
 
Tipps: Ladeinfrastruktur in Unternehmen
pixabay.com

Tipps: Ladeinfrastruktur in Unternehmen

Den grundsätzlichen Bedarf zu ermitteln und dabei den künftigen Ausbau zu berücksichtigen, steht an erster Stelle. Bisher sind Firmen bei der Nutzung von E-Autos noch in der Anfangsphase. Allerdings nimmt es kontinuierlich zu – das Interesse, die Stromer in größerem Stil zu nutzen steigt. Branchenkenner gehen davon aus, dass bei größeren Firmen in Zukunft 50 Prozent der Parkplätze mit einem Ladepunkt ausgestattet sein werden. Der Ausbau sollte daher strategisch geplant werden.


Wallbox, Ladestation und Co. - Welche Ladestation und Aufstellart ist nötig?


Bei ein oder zwei Elektroautos ist das Laden kein Problem. Eine einfache Wallbox für ein paar Hundert Euro reicht aus. Technisch ist das leicht zu lösen. Soll der Fuhrpark größer ausfallen, wird die Planung komplizierter. Dann muss der Unternehmer seine Anforderungen an die Ladeinfrastruktur genau definieren.

Werden Ladesäulen von Mitarbeitern mit ihrem Privat- oder Dienstauto genutzt, reicht eine Wechselstrom-Ladesäule aus. Werden die Autos im Fuhrpark tagsüber zum Bespiel zum Lieferservice benötigt und es muss schnell gehen, ist ggf. die Anschaffung einer teureren Schnell-Ladesäule zu prüfen.

Die Ladesäulen sollten vor allem bei größeren Fuhrparks mit intelligenten Technologien wie Lastmanagement und Abrechnungssystemen ausgestattet sein.

Sie suchen Unterstützung bei der Planung, Auswahl und Installation Ihrer Ladeinfrastruktur? Jetzt Angebote anfordern!

Installationskosten und Abrechnung des Stroms

Abrechnung Ladestrom für Elektroautos

Normalerweise liegen die Kosten für Ladestation mit Infrastruktur bei 2000 – 5000 Euro. Dies ist davon abhängig, ob bereits Stromkabel in der Erde liegen, ob ein eigener Trafo notwendig ist und wie umfangreich dementsprechend die notwendigen Baumaßnahmen sind. Wird selbst erzeugter Strom verwendet, macht eventuell auch noch ein Energiespeicher Sinn.

Problematisch ist es, wenn das Unternehmen den Strom berechnet. Bei der Abrechnung muss der Strom jedem Mitarbeiter zugeordnet und alle notwendigen Daten gesammelt werden. Dafür ist eine Autorisierung notwendig und die Ladesäule muss die entsprechende technische Voraussetzung haben. Hinzu kommt die Frage, wie dies bei Dienstfahrzeugen berechnet wird, die auch privat genutzt werden. Richtig kompliziert wird es, wenn auch noch E-Auto-Fahrer aus der Nachbarschaft die Ladesäule nutzen und es am Ende wirtschaftlich sein soll. Für Firmen ist die Organisation meist zu aufwändig, sie nutzen daher oft den Service von spezialisierten Dienstleistern, welche sich um den Betrieb der Ladestation inkl. Abrechnung und Wartung, etc. kümmern.

Tipp:

Laden beim Arbeitgeber ist steuerfrei: "Auch wenn hier Stromkosten gespart werden, wird die Ladung nicht als geldwerter Vorteil versteuert."

 

Sie suchen Unterstützung bei der Planung, Auswahl und Installation Ihrer Ladeinfrastruktur? Jetzt Angebote anfordern!

Wie viele Ladepunkte sind notwendig?

Ladepunkte Elektroautos

Die Ladesäule während der Arbeitszeit zu wechseln, hat sich in der Praxis als zu unpraktisch herausgestellt. Geplant werden sollte daher eine Lademöglichkeit pro E-Auto. Sinnvoll ist es, zu überprüfen, ob und wann die Ladesäule genutzt wird, um den Bedarf im Auge zu behalten. Auch sollten zukünftige Fahrzeuganschaffungen nach Möglichkeit bereits mit bedacht werden, um unnötigen Mehraufwand für spätere Nachrüstungen zu vermeiden.

Bei Betriebsfahrzeugen muss vor der Investition in eine Ladesäule der Fahrbedarf ermittelt werden. Danach richtet sich, ob schnell oder langsam geladen wird. Wichtig ist die Gleichzeitigkeit – wenn alle Fahrzeuge zur selben Zeit an Ladesäulen angeschlossen sind, aber sie nicht gleichzeitig, sondern nach Bedarf geladen werden. Damit wird die Last verteilt und somit Spitzen reduziert. Denn die sind für Unternehmen für den Strompreis relevant. Um gesteuert zu laden, muss die Ladesäule über ein Lastmanagement verfügen.

Sinnvoll kann ein Lastmanagement schon ab drei Ladepunkten sein, um auch die Gesamtkapazitäten zu begrenzen. Dies kostet zwar mehr, bringt aber eine größere Ersparnis mit sich, wenn dadurch die Leistung des Netzanschlusses nicht erhöht werden muss. Hierfür müsste der Unternehmer sonst einen Baukostenzuschuss an den Netzbetreiber zahlen. Und der kann hoch sein.

Hinweis:

  • Die Ladestation sollte online angebunden sein, damit sie technisch überwacht werden und Lade-Daten erfasst werden können. Außerdem ermöglicht sie eine Autorisierung und damit eine Abrechnung
  • Die Wartung erfolgt ein Mal im Jahr und wird meist von den Herstellern der Ladesäulen vorgegeben 
  • Sinnvoll ist die Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energiequellen, um alle Potenziale der E-Mobilität zu nutzen
  • Steht die Ladesäule im halböffentlichen Raum, muss die Ladesäulenverordnung berücksichtigt werden

 

Sie suchen Unterstützung bei der Planung, Auswahl und Installation Ihrer Ladeinfrastruktur? Jetzt Angebote anfordern!

Unternehmensinterne Koordination der Ladevorgänge

Organisation von Ladevorgängen in Unternehmen

Ein Verteiler oder ein schwarzes Brett für Mitarbeiter die ein Elektroauto besitzen,  kann die Kommunikation und Organisation zwischen den Ladenden optimieren. Einige Unternehmen richten verbindliche Reservierungslisten ein, die auch über App oder die Website erreichbar sind, damit sie jederzeit eingesehen und angepasst werden können.

Sie suchen Unterstützung bei der Planung, Auswahl und Installation Ihrer Ladeinfrastruktur? Jetzt Angebote anfordern!

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren:

Öffentliche Ladestationen – alle Infos auf einen Blick

Ladeinfrastruktur - Tipps für Kommunen