Bei der ganzheitlichen Betrachtung der Elektromobilität sind auch die Themen Ladeinfrastruktur und Ladelösungen unumgänglich. Im Kaufentscheidungsprozess für ein Elektroauto wird man bereits von Beginn an mit diesen sehr wichtigen Thematiken und vielen weiteren Fragen konfrontiert.

Damit auch Sie bereits im Voraus bestens informiert sind haben wir in unseren FAQ die essenziellen Fragen aufgenommen und die entsprechenden Antworten für Sie zusammengestellt. Es kursieren viele Vorurteile und Mythen rund um die E-Mobiltät. Mit unserem Wissen und aufschlussreichen Fakten, die wir vollumfänglich für Sie aufbereitet haben, unterstützen wir Sie zudem mit unseren FAQ in den folgenden Bereichen - Förderung, E-Mobility Tipps, Ladeinfrastruktur, stuerliche und rechtliche informationen zur Elekrtomobilität und vielem mehr.

Werden Sie E-Experte und informieren Sie sich noch detaillierter in unseren Artikeln die wir in unserer Wissensdatenbank für Sie bereitgestellt haben.

Ladelösungen werden benötigt um das E-Auto zuhause, unterwegs oder am Arbeitsplatz zu laden. Möglich ist das über Ladesäulen und Wallboxen sowie mobile Ladestationen.

Elektro-Fahrzeuge kann man an öffentlichen Ladestationen, die man bequem im Internet oder in verschiedenen Apps finden kann, laden. Zudem kann man Wallboxen erwerben, sei es für Unternehmensparkplätze oder auch ihren eigenen.

Es gibt AC und DC Ladesäulen.

Die AC-Variante läuft mit Wechselstrom und ist ein wenig langsamer, da der Stromfluss noch über das integrierte Ladegerät (Onboard-Ladegerät) laufen muss. Dieser wandelt den Wechselstrom in Gleichstrom um und speist ihn in den Akku ein.

Die DC-Variante ist schneller, da der Umwandlungsprozess nicht innerhalb des Autos stattfindet, sondern direkt in der Ladestation.

Sowohl die Nutzung der Klimaanlage als auch die der Heizung steigern den Verbrauch und schwächen die Reichweite des Elektro-Wagens. Die Kapazität der Batterie ist zudem temperaturabhängig, je kühler die Batterie, desto weniger Ladeenergie kann sie aufnehmen und abgeben.

Die meisten Garantien der Hersteller gelten bis zu 160.000 km Laufleistung und einem Zeitraum von acht bis zehn Jahren. In der Praxis ist die Laufleistung oft noch höher. meist liegen die Akkus auch nach 200.000 km noch bei 90 Prozent.

Unterschreitet der Akku eine Leistung von 80% ist er nicht mehr wirklich einsatzfähig. Anschließend kann der Akku dann im “second life” weiterverwendet werden.

  • Beim Typ 1-Stecker handelt es sich um einen einphasigen Stecker, welcher Ladeleistungen bis zu 7,4 kW (230 V, 32 A) erlaubt. Dieser ist aber eher in Asien gebräuchlich und daher in Europa wenig verbreitet.
  • Der Typ 2 ist ein dreiphasiger Stecker, ist im europäischen Raum am weitesten verbreitet und wurde als Standard festgelegt. Im privaten Raum sind Ladeleistungen bis 22 kW (400 V, 32 A) gängig, während an öffentlichen Ladesäulen Ladeleistungen bis zu 43 kW (400 V, 63 A) möglich sind.
  • Der CCS-Stecker ergänzt den Typ 2-Stecker mit zwei zusätzlichen Leistungskontakten um eine Schnellladefunktion und unterstützt AC- und DC-Laden (Wechselstrom- und Gleichstrom) mit bis zu 170 kW, liegt in der Praxis eher bei 50 kW.
  • Dieses Schnellladesystem wurde in Japan entwickelt und erlaubt Ladevorgänge bis zu 100 kW. An den meisten öffentlichen Ladesäulen steht allerdings nur eine Leistung von 50 kW zur Verfügung, was in der Regel aber völlig ausreicht. Kompatibel mit Elektroautos von BD Otomotive, Citroën, Honda, Kia, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Subaru, Tesla (mit Adapter) und Toyota.
  • Tesla verwendet für seine Supercharger eine modifizierte Version des Mennekes-Stecker Typ 2. Diese erlauben eine Aufladung des Model S zu 80% innerhalb von 30 Minuten bei einer Ladeleistung von bis zu 120 kW (Gleichstrom). Sind nur mit Tesla-Modellen kompatibel.

Da nicht jede Ladelösung zu Ihnen und Ihrem Auto passt, haben wir für Sie den Virtuellen Ladeinfrastruktur Assistenten entwickelt, der Ihnen kostenfrei und unverbindlich die passenden Angebote vorlegt.

Der Preis bewegt sich je nach Hersteller und Modell durchschnittlich zwischen 400 und 1.500 Euro pro Ladepunkt. Hinzu kommen noch die Installationsgebühren, die vom Arbeitsaufwand abhängig sind. Zum Beispiel wie groß die Entfernung von Sicherungskasten zur Wallbox ist oder ob ein Wanddurchbruch oder ggf. ein Transformator nötig ist. Zudem kann der falsche Netzanschluss den Preis in die Höhe treiben, da in dem Fall ein neuer installiert werden muss. Für den Anschluss der Wallbox muss mit Kosten zwischen 450 und 2.300 Euro gerechnet werden. Im Durchschnitt liegen Montage- und Anschlusskosten zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Diese Faktoren können den Anschluss zudem verteuern:

  • Wenn in der (preisgünstigen) Wallbox kein FI-Schalter (unterbricht Stromfluss bei gefährlich hohen Fehlerströme) integriert ist, muss dieser zusätzlich angeschafft werden
  • Lange Wege zwischen Garage oder Parkplatz und Sicherungskasten
  • Menge und Schwierigkeit von eventuell notwendigen Wanddurchbrüchen oder Schächten für Kabel
  • Alte Stromleitungen mit zu geringem Querschnitt
  • Beauftragung mit der Anmeldung beziehungsweise Genehmigung der Ladestation

Da es bei der Arbeit mit Starkstrom zu ernsthaften Unfällen kommen kann, ist eine professionelle Installation durch einen Elektroinstallateur zu empfehlen. Dieser haftet für den fachgerechten Einbau und meldet die Ladeeinrichtung beim Netzbetreiber an.

Für den privaten Bereich gibt es Förderungen, sowohl vom Bund als auch von den einzelnen Bundesländern.

Für den Aufbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur gibt es seit Anfang 2017 die Möglichkeit einer anteiligen Finanzierung.

Beträgt die Summenbemessungsleistung weniger als 12 kVA (z.B. 11 kW), aber mehr als 3,6 kVA (also Laden ab 3,7 kW), so ist die Ladestation anmeldepflichtig. Ist die Leistung größer als 12 kVA, dann ist sie zudem genehmigungspflichtig.

Die Anmeldung und Einholung der Genehmigung erfolgt beim Netzbetreiber und muss vor der Installation erfolgen. Für die Anmeldung Ihrer Ladelösung gibt es beim zuständigen Netzbetreiber ein Anmeldeformular. Dieses Formular füllt der ausführende Installateur aus. Nach der Einreichung erhalten Sie eine Rückmeldung durch den Netzbetreiber.

Das ist nicht zu empfehlen, da Haushaltssteckdosen nicht auf lange Ladezeiten ausgelegt sind. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Kabelbrand kommen.

Eine Wallbox hingegen ist auf das Laden von Autos spezialisiert und hat daher auch die nötigen Sicherheitsvorkehrungen, zusätzlich ist der Ladeprozess an einer Ladeeinrichtung bedeutend kürzer.

Wenn der Stecker noch im Auto steckt, geht nach Ende der Stromunterbrechung der Ladevorgang einfach weiter.

Wenn Sie das Auto während des Stromausfalls nutzen möchten, können Sie den Stecker einfach abziehen.

Selbstverständlich. Der Ladevorgang wird automatisch beendet, wenn ich Auto fertig aufgeladen ist. Dementsprechend kann das Auto auch länger mit der Ladeeinrichtung verbunden sein.

Das ist überhaupt kein Problem, sie können den Stecker jederzeit und ohne Bedenken aus ihrem Elektrowagen entfernen.

  • Ohne Authentifizierung

    Der Strom kann ohne Authentifizierung gegen Bezahlung abgegeben werden. Voraussetzung ist ein Geldautomat wie an Tankstellen oder ein Kassenhäuschen, ähnlich zu Parkhäusern.

  • Per EC- oder Kreditkarte

    Der Strom kann mit Authentifizierung über eine EC- oder Kreditkarte geladen und anschließend bezahlt werden. Mit einem NFC-fähigen Gerät können Kunden demnach auch Smartphone Services wie Google Pay oder Apple Pay nutzen.

  • Per Smartphone-App

    Das schnell wachsende “webbasierte Zahlen” funktioniert mithilfe einer Smartphone-App. Die zum Beispiel den QR-Code der Ladesäule einscannt, dadurch weist sich der Fahrzeugnutzer aus und erledigt den Ladevorgang einfach und komfortabel.

  • Per Ladekarte

    Ladekarten ermöglichen ein bargeldloses Bezahlen. Für diesen Service gibt es viele Anbieter, darunter ADAC, Chargemap, EnBW, Hubject, Ladenetz.de, Leipziger Stadtwerke, Maingau Energie, New Motion, Plugsurfing, Stadtwerke Dresden, Vattenfall und VW. Die Preise variieren von Anbieter zu Anbieter je nach Ladegeschwindigkeit (AC und DC).

verfügbare Ladepunkte Bezahlsystem Kosten/Preise
ADAC e-Charge AC= 0,29€ - DC=039€ - Karte ist Kostenlos
Bosch 150.000 Ladepunkte in Europa PayPal/ Kreditkarte je nach Anbieter des Ladepunkts
Entega-Ladekarte 150.000 Ladepunkte in Europa monatliche Abrechnung Aktivierungsgebühr 10€
EnbW mobility+ App 150.000 Ladepunkte in Europa Bezahlung per App einheitlicher Preis
Elli 150.000 LPs in Europa App ist gratis
Enspire Energie 5.200 LP in Deutschland - 30.000 LP in Europa kWh-basierte Abrechnung AC= 0,49 € - DC= 0,59
Innogy PayPal/ Kreditkarte/ Gutschein je nach Energieverbrauch
intercharge (hubject) PayPal/stripe
Maingau 30.000 LP in Deutschland - 100.000 LP in Europa kWh-basierte Abrechnung in Deutschland: AC= 0,38 € - DC= 0,48 €
New Motion 200.000 LP in Europa per Lastschrift in der App einsehbar
Plugsurfing 200.000 LP in Europa AC= 0,49€ - DC= 0,69€ - Ionity= 1,09€
Vattenfall InCharge 25.000 LP in Deutschland - 85.000 LP in Europa AC= 0,39€ /kWh - DC=0,59€/kWh

Bedarfsanalyse:

  • Wie viele Ladepunkte werden benötigt?
  • Welche Art von Ladesäule (DC/AC) ist sinnvoll?
  • Den Virtuellen Assistenten der emobilitaet.business nutzen um die passende Ladeinfrastruktur zu finden!
  • Gibt es einen entsprechenden Netzanschluss?
  • Werden Dienstwagen auch privat genutzt (private Wallboxen)?
  • Wie hoch sind die Gesamtkosten (Hardware und Installation)?
  • Welche Förderrichtlinien gibt es und wäre die jeweilige Ladeinfrastruktur förderberechtigt?

  • Welche Art Stecker/Ladepunkt passt zu meinem Auto?
  • Installateur anfragen, um Kosten zu evaluieren und Ladeinfrastruktur beim Netzbetreiber anzumelden.
  • Muss mein Ladepunkt beim Netzbetreiber angemeldet und ggfs. genehmigt werden?
  • Ladeinfrastruktur anschaffen und durch vorher engagierten Installateur aufbauen lassen.
  • Bequem zuhause laden!

  • An welchem Ort soll geladen werden?
  • Ist die Anschlussleistung im Haus ausreichend oder muss sie erhöht werden?
  • Ist die vorhandene Leitung nutzbar oder muss eine neue gelegt werden?
  • Ist im Verteiler für den Ladestromkreis ein RCD installiert?
  • Wie sind die Leitungen abgesichert beziehungsweise müssen diese erneut abgesichert werden?
  • Welche Steckervorrichtung ist vorhanden oder welche Anschlussart wird benötigt?